Tom Kha Gai (thailändische Kokos-Hühnersuppe) — europäische Variante
Eine aromatische thailändische Kokossuppe mit Hühnchen, Pilzen, Zitronengras und Limette — cremig, säuerlich und sanft scharf, in einer guten halben Stunde fertig.

Zutaten (für etwa 4 Portionen)
- Fisch
- 400 g Hühnerbrust
- 400 ml Kokosmilch
- 600 ml Hühnerbrühe
- 200 g Austernpilze oder eine andere Sorte asiatischer Pilze wie Shimeji, Enoki oder frische Shiitake
- 2 Stangen Zitronengras
- 32 g Galgant (oder Ingwer), geschält
- 4 Kaffirlimettenblätter
- 4 rote Chilis
- 2 scharfe Chilis
- 4 Karotten (optional)
- 1 Bund (vietnamesischer) Koriander (optional)
- 4 Knoblauchzehen (optional)
- 4 Frühlingszwiebeln (optional)
- 2 EL Fischsauce
- 1 TL Palmzucker (oder brauner Zucker)
- 1 Limette, ausgepresst
- eine Handvoll frischer Koriander, zum Garnieren
Zubereitung
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Die Aromaten vorbereiten. Das Zitronengras mit dem Messerrücken andrücken und in fingerlange Stücke schneiden. Den Galgant in dünne Scheiben schneiden. Die Kaffirlimettenblätter leicht einreißen, damit sie ihre Öle freigeben. Den Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Die Chilis in feine Ringe schneiden; soll der Suppe etwas von der Schärfe genommen werden, dann die Chili-Kerne entfernen. Die Karotten schälen und in Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und dabei den weißen und grünen Teil trennen. Den (vietnamesischen) Koriander grob hacken.
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Die Brühe ansetzen. Hühnerbrühe und Kokosmilch in einem Topf leicht zum Köcheln bringen. Zitronengras, Galgant, Limettenblätter und Knoblauch zugeben und bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten ziehen lassen — nicht stark kochen lassen, sonst kann die Kokosmilch ausflocken.
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Hühnchen, Pilze und Karotte zugeben. Die Hühnerbrust in dünne Streifen schneiden und die Pilze in mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden. Beides zusammen mit den Karotten in die Brühe geben und etwa 8–10 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Fleisch gar und die Karotten weich sind.
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Abschmecken. Fischsauce und Palmzucker einrühren, dann den Topf vom Herd nehmen und Limettensaft und beide Chilis zugeben. Abschmecken und ausbalancieren: Die Suppe soll cremig, säuerlich und salzig zugleich sein, mit etwas Schärfe dahinter.
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Anrichten. In Schüsseln füllen, das holzige Zitronengras und die Limettenblätter nach Belieben herausfischen und großzügig mit frischem Koriander, der Frühlingszwiebel und dem (vietnamesischen) Koriander bestreuen. Dazu passt gedämpfter Jasminreis.
Anmerkungen
Die Seele von Tom Kha Gai ist das Trio aus Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblättern — Galgant ist schärfer und harziger als Ingwer und lohnt die Suche im Asialaden (er lässt sich auch gut einfrieren). Ingwer geht zur Not, dann schmeckt die Suppe aber etwas weniger authentisch. Zitronengras, Galgant und Limettenblätter sind Aromaten und nicht zum Mitessen gedacht — lass sie zum Servieren drin oder fische sie heraus, ganz wie du magst.
Die Balance ist alles: Schmeck immer wieder ab und justiere Fischsauce (salzig), Limette (sauer) und Zucker (rund), bis es stimmt. Für mehr Schärfe lässt du die Chilikerne drin oder gibst einen Löffel Thai-Chilipaste (Nam Prik Pao) dazu. Für eine vegane Variante ersetzt du das Hühnchen durch festen Tofu und Austernpilze, nimmst Gemüsebrühe und tauschst die Fischsauce gegen helle Sojasauce oder eine vegane Fischsauce-Alternative — das ändert allerdings die Allergene (Soja statt Fisch).